Neues Konzept und nun auch am Samstag offen

 

Mit delikaten, preiswerten Gerichten, immer wieder neuen Ideen und viel Herzenswärme bildet das Restaurant Grütli seit Jahrzehnten einen Ort der Begegnung für alle in Wasen. Es wird in dritter Generation von Doris und Markus Zürcher geführt. Nun präsentiert das Dorfbeizli sein neues Konzept und die neuen Öffnungszeiten – und geht damit einmal mehr vor allem auf die Wünsche seiner Gäste ein. 

  

Seit über einem halben Jahrhundert ist das «Grütli» ein klassisches Arbeiterrestaurant, wo man mittags günstig isst und nach Feierabend ein Bier oder einen Kaffee geniesst.

 

Gleichzeitig ist das Restaurant ein beliebtes Lokal für Dorfvereine, ihre Zusammenkünfte und gemütlichen «Höcks» geworden. Die Wirtin Doris Zürcher kann sich im Gespräch mit dem «Unter-Emmentaler» jedenfalls an nichts anderes erinnern. Und jetzt wie einst sind Arbeiterschaft und Vereine hier herzlich willkommen und werden im heimeligen Dorfbeizli verpflegt und verwöhnt.  Aber heute kehren hier auch viele andere Gäste von Nah und Fern ein. 

 

Mittagsbuffet – Renner anstatt Notlösung 

Das Mittagsbuffet, welches vor bald fünf Jahren eher «notfallmässig» eingeführt wurde, entpuppte sich als grosser Erfolg und ebenso als «Durchschlag» für neue, erfolgreiche Ideen – wie beispielsweise das Emmentaler Tischbuffet jeweils am Freitag- und Samstagabend (siehe Kasten). Das «Grütli» hebt sich damit einmal mehr vom Durchschnitt eines gewöhnlichen Land-Restaurants ab.

 

1964 wurde es von Mutter und Tochter, Frieda Siegenthaler und Margrit Bürki-Neuenschwander, übernommen. Frieda Siegenthaler war eine starke, dominante Persönlichkeit; eine Frau eben, die sich mit ihrem Kind alleine durchs Leben schlagen musste und gelernt hatte, sich furchtlos durchzusetzen. Auch Margrit Bürki, die 1980 mit ihrem Mann das Zepter im «Grütli» übernahm, verstand es, sich Gehör zu verschaffen. «Aber anders», erinnert sich Doris Zürcher. «Meiner Mutter gelang es mit dem, was sie stets für die Gäste zu tun bereit war.» Der Vater, ein gelernter Sattler, waltete in der Küche und widmete sich in einem Nebenräumchen weiterhin seinen Sattlerarbeiten.

1983 wurde das Grütli um- und angebaut. Seinen Charme als heimeliges Dorfbeizli hat es dank den verzweigten Räumlichkeiten und der rustikalen Bauart behalten.

 

Während ihr Bruder ebenfalls in die Gastronomie einstieg, ging Doris Zürcher vorerst andere berufliche Wege; die gelernte Kindergärtnerin arbeitete in Eriswil, lernte ihren Mann, Markus Zürcher, kennen. Dessen Beruf als Koch sollte für das junge Paar und das «Grütli» wegweisend sein. Nach einem Unfall von Doris’ Vater übernahm er die Küche und arbeitete längere Zeit mit der Schwiegermutter zusammen. Als Magrit Bürki kürzer treten wollte, entschieden Doris und Markus Zürcher, den Versuch zu wagen und das Dorfbeizli zu übernehmen. Die liebevollen Dekorationen zeugen heute noch von ihrem früheren Beruf und der Liebe zum Gestalten; das Signet stammt aus kreativen Kinderhänden.

 

Inzwischen allerdings schlug dem Wirte-Gewerbe ein rauer Wind entgegen. Zürchers war klar, dass nur noch Professionalität zum Erfolg führen konnte. «Das Handwerk muss in allen Bereichen verstanden sein – Küche, Service, Reinigung, Administration –, anders geht es nicht mehr.» Dazu sind nebst delikater Küche und der herzlichen Gästebetreuung auch Innovationen gefragt. Als in der Ferienzeit im Sommer 2012 Personalmangel herrschte, entschied das Gastgeberpaar, ein Mittagsbuffet einzuführen – mit überraschendem und ungeahntem Erfolg. Viel mehr Gäste geniessen hier seither ein vielfältiges Mittagsmenü mit mindestens drei Varianten Fleisch, Gemüse, Beilagen, Dessert und vorab dem traditionellen Salatbuffet. Und dies ohne Warten auf das Essen. Oberstes Gebot ist stets die frische Zubereitung der Speisen und das saisonale, regionale Angebot.

Am Wochenende blieb das «Grütli» bis Ende 2016 geschlossen, ausser «auf Anfrage». Doch diese «Anfragen» für Gruppen wurden auch für kleinere Tischgemeinschaften weitgehend zur Regel.

Das bewog das Grütli-Team nun dazu, die Öffnungszeiten anzupassen.

 

Immer frische Produkte kochen und rentabel bleiben heisst in der Gastronomie, das Lager klein halten. Aus diesem Grund entschieden sich Doris und Markus Zürcher, am Freitag- und Samstagabend den Gästen ein frischgekochtes vom Küchenteam empfohlenes Buffetangebot an den Tisch zu bringen. Dazu wurde das Team mit einer Fachkraft in der Küche verstärkt.  

«So können wir sicherstellen, dass die Gäste die Speisen immer in vollendeter Qualität erhalten.» Montag bis Samstag ist weiterhin das traditionelle, reichhaltige Mittagsbuffet erhältlich. Von Dienstag- bis Donnerstagabend können die Gäste aus einem kleinen saisonalen A-la-carte-Angebot auswählen. «Ich bin überzeugt, dass es keine riesige Speisekarte braucht. Viel wichtiger ist es, dass die Speisen delikat gekocht sind», so Doris Zürcher.

Emmentaler Tischbuffet am Freitag- und Samstagabend

Am Freitagabend und Samstagabend wird im Restaurant Grütli seit Anfang Jahr das neue Emmentaler Tischbuffet serviert. Sobald die Gäste zum Essen Platz nehmen, erhalten sie eine Schüssel Suppe. Danach können sie sich am knackig frischen Salatbuffet bedienen. Sind sie bereit für den nächsten Gang, werden mindestens zwei Hauptgerichte mit passenden Beilagen an den Tisch gebracht, wo sie sich nach Lust und Laune bedienen können. Niemand erhält zuviel, niemand zuwenig, und auf den Rechauds bleiben die Speisen warm. Abgerundet wird das Tischbuffet mit einem feinen Dessert. Die Gerichte werden jeweils im Internet publiziert oder bei telefonischer Reservation erklärt. Kinder essen zum reduzierten Tarif. Der Preis wird ebenfalls reduziert, wenn die Gäste nicht jeden Gang haben möchten.  «Beim Emmentaler Tischbuffet steht die stressfreie Kommunikation im Vordergrund. Gemütlich essen, degustieren, miteinander plaudern, das Familientisch-Ambiente geniessen, das soll für unsere Gäste zum Erlebnis werden», freut sich die Wirtin Doris Zürcher. 

 

Gut zu wissen

Öffnungszeiten:

Montag 8.30 bis 14 Uhr (Mittagsbuffet);

Dienstag bis Samstag 8.30 bis 00.30 (Mittagsbuffet, abends Speisekarte);

Freitag und Samstag ab 18 Uhr Emmentaler Tischbuffet.

Warme Küche von 11.30 bis 13.30 und von 17.30 bis 23.30. Die Menus des Emmentaler Tischbuffets sind jeweils ab Montagabend auf der Homepage www.gruetli.ch aufgeführt.

 

Sonntag Ruhetag oder auf Anfrage.

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